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Video schneiden

Eine Timeline aus Miniaturen, zwei Griffe – und der gewünschte Ausschnitt geht ohne Neukodierung als MP4 heraus.

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Über dieses Tool

Dreißig Sekunden, die aus einem zehnminütigen Video bleiben sollen, ein Vorspann, der weg muss, eine Zeitlupe, die als Nachricht verschickt werden will: Schneiden ist der häufigste Videoschnitt überhaupt – und der, den Online-Werkzeuge am schlechtesten bedienen, weil sie für eine Zwei-Sekunden-Geste erst hunderte Megabyte hochladen. Hier bleibt das Video auf Ihrem Gerät. Es erscheint als Timeline aus Miniaturen, die der Browser über die Länge des Films selbst aufnimmt, sodass Sie die Stelle mit dem Auge finden statt blind zu raten. Zwei Griffe ziehen Sie an die Enden, die gewählte Dauer steht groß darüber, und der Ausschnitt geht als MP4 heraus; für einen zweiten Ausschnitt bleibt das Video geladen.

Standardmäßig wird ohne Neukodierung geschnitten: Das Video wird zwischen den beiden Marken schlicht kopiert. Das geht sofort und ohne jeden Qualitätsverlust, hat aber einen Haken, den man besser kennt, als ihn zu erleiden – der Anfang rastet auf dem nächstgelegenen Keyframe ein, also auf einem der vollständigen Bilder, die eine Videodatei alle ein bis zehn Sekunden enthält. Ihr Ausschnitt kann deshalb etwas früher beginnen als die gesetzte Marke. Zählt Genauigkeit mehr als Tempo, kodiert die Option „bildgenauer Schnitt“ den Ausschnitt neu und startet exakt bei der gewählten Sekunde – um den Preis einer echten Rechnung von mehreren Minuten. Beide Wege stehen offen, beide sind erklärt, die Wahl liegt bei Ihnen.

Häufige Fragen

Warum beginnt mein Video etwas vor der gesetzten Marke?

Weil der schnelle Schnitt den Inhalt des Videos gar nicht öffnet: Er kopiert die vorhandenen Daten. Ein komprimiertes Video kann aber nur auf einem vollständigen Keyframe wieder anfangen, und die stehen je nach Kodierung alle ein bis zehn Sekunden. Der Anfang rastet deshalb auf dem Keyframe unmittelbar vor Ihrer Marke ein. Stört Sie diese Sekunde, wählen Sie in den Optionen den bildgenauen Schnitt.

Verschlechtert das Schneiden die Qualität?

Im Standardmodus überhaupt nicht: Es wird kein einziges Bild neu berechnet, die Ausgabedatei enthält exakt die ursprünglichen Daten. Im Modus „bildgenauer Schnitt“ wird der Ausschnitt in H.264 mit hoher Qualität neu kodiert – der Verlust ist sehr gering, aber real, wie bei jeder erneuten Kompression. Wer das Original unangetastet lassen will, bleibt also beim Standardmodus und nimmt die Sekunde Ungenauigkeit am Anfang in Kauf.

Wird mein Video dabei hochgeladen?

Nein, keine Sekunde davon. Die Miniaturen der Timeline nimmt der Browser selbst auf, und geschnitten wird von einer Engine, die in Ihrem Tab läuft. Gerade beim Schneiden zählt das doppelt: Es geht oft um private Aufnahmen, Familienvideos oder Mitschnitte einer Besprechung, von denen Sie nur einen Ausschnitt weitergeben wollen – der Rest verlässt Ihr Gerät nie.

Wie groß und wie lang darf das Video sein?

Bis 1,5 GB, mit einer Warnung ab 500 MB. Der Schnitt ohne Neukodierung verträgt große Dateien gut, weil er nichts neu berechnet; langwierig wird es beim bildgenauen Schnitt eines schweren Videos. Eine eigene Längenbegrenzung gibt es nicht – es zählt allein die Dateigröße, denn sie bestimmt, wie viel Arbeitsspeicher der Tab braucht.

Ist das wirklich kostenlos und ohne Anmeldung?

Ja: Das Tool ist kostenlos, ohne Konto und ohne Nutzungslimit. Die Verarbeitung läuft lokal in Ihrem Browser – Ihre Daten verlassen niemals Ihr Gerät.